Vom Reisen mit dem Blues


„Was, und ich muss zu Hause bleiben?“, weint Carissima. Ihre Stimme ist höher als sonst, am Kreischen. „Naja“, seufze ich, „ich sehe jetzt echt keine Lösung“. „Jetzt hör mal, das kannst Du nicht machen! Das Buch handelt von MIR!“

Der Blues fläzt am Beifahrersitz und kriegt sich vor Lachen kaum ein. Er lacht und lacht, schlägt sich mit der flachen Hand auf den Brustkorb, um wieder Luft zu bekommen, lacht weiter und muss schließlich die Tür öffnen, um dem sicheren Erstickungstod zu entgehen. Ich bin froh, dass er nicht sprechen kann in diesem Zustand.

„Schau mal“, versuche ich es noch einmal, sehr vorsichtig, „im Moment geht wirklich alles schief. Die amerikanische Autoversicherung hat den Vertrag gekündigt, versichert Kanada nicht mehr mit. Ohne Versicherung bekommen wir Dich in Kanada nicht aus dem Zoll. Nach Baltimore verschiffen geht nicht, die Variante haben wir bereits durchgespielt. Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll“. Und all das eine Woche vor Abreise.

„Du bemühst Dich nicht genug“, heult Carissima, „ich will nicht zu Hause bleiben! Nach all den Vorbereitungen!“. Ich beuge mich den Tränen und den Vorwürfen und schleiche zurück an meinen Computer, um herauszufinden, ob ich noch etwas machen kann. Während ich in der Dunkelheit vor dem flimmernden Bildschirm sitze und hektisch Emails um den halben Erdball schicke, höre ich von draußen immer noch den Blues lachen. Mittlerweile tanzt er um ein Lagerfeuer, das er aus Resten von Bauholz aufgeschichtet hat.

Ich versuche festzustellen, wann das begonnen hat, dass ich mich von meinem Auto tyrannisieren lasse und meinen Blues in Gestalt sehe.

 

Ja, wie kam es so weit? Wer ist der Blues überhaupt – und warum fahre ich vier Monate pro Jahr durch die Weltgeschichte?

Dieses Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Und wen das alles nicht interessiert, der kann es als perfekten Reiseplaner für einmal quer durch Europa verwenden. Mit Karten, versteht sich!

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