Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.
Franz Kafka

Das Eis durchbrechen, den Blick erweitern, neue Horizonte auftun. Das alles soll das geschriebene Wort ermöglichen? Ich sage: ja. Worte erzeugen Bilder in unserem Kopf, lassen alte Gefühle wieder erwachen und neue entstehen. Worte können heilen, trösten, ein Lächeln zaubern und beunruhigen.

Es gibt immer wieder Bücher, die genau das mit uns machen: heilen, trösten und uns lächeln lassen. Ich gebe hier einen monatlichen Buchtipp, für all jene, die immer wieder gern ein Buch in die Hand nehmen und sich verzaubern lassen. Gerne kannst Du mir auch Deinen Tipp schicken!

 

Buchtipp Mai 2017

“Elefant” von Martin Suter

Ein Obdachloser entdeckt in seinem Versteck einen kleinen, rosa Elefanten. Er hört daraufhin zu trinken auf. Doch das kleine Lebewesen war keine Vision und verändert in den folgenden Monaten das Leben des Mannes komplett.

Von ehrgeizigen Genforschern, korrupten Zirkusdirektoren und der chinesischen Maffia ist auch die Rede, doch spielen deren Geschichten für den Leser bald keine Rolle mehr. Ein jeder bangt, dass Schoch, der Obdachlose und Kaun, der Elefantenflüsterer, das possierliche Elefäntchen in Sicherheit bringen können. Mehr sei hier nicht verraten, denn jedes Wort würde nur den Zauber zerstören.

Absolut lesenswert, kurzweilig und traumhaft poetisch.